Selbstentfaltung und Selbsttranszendenz – Ausblick auf ein weiteres Buch

Selbstentfaltung
als innerer Weg zu sich selbst


Japanese Brushstroke 14th Century

Jeder Mensch hat den Wunsch, sich selbst, seine körperlichen und geistigen Anlagen auszubilden und zu vervollkommnen. Familie und Gesellschaft erweisen sich dabei als tendenziell fördernd oder hemmend.

Der Weg zu einem gesunden Selbstbild

Der Konflikt zwischen dem Streben nach freier Selbstentfaltung und notwendiger Anpassung an normative Erwartungen erzeugt Angst, Schuld- und Schamgefühle.
Auf dem inneren Weg finden wir eine Balance zwischen den eigenen Bedürfnissen / Wünschen und fremden Erwartungen. Und schließlich entdecken wir uns selbst in unserer wesenhaften Einzigartigkeit, die es zu bewahren gilt.

Selbsttranszendenz
der mystische Weg zu Gott


Wasser-Klang-Bild von Alexander Lauterwasser www.wasserklangbilder.de

Die Selbstfindung (Individuation) führt den Menschen zur Einheit mit sich selbst und der Welt.

Die Individuation als Weg des einzelnen Menschen

Im Weitergehen auf dem Weg, auf dem nur jeder selbst gehen kann, differenzieren, integrieren und transzendieren wir unser Selbst-Bewusstsein. Das Eigene fängt an zu klingen und wird bereit zu resonanter Schwingung mit dem Anderen. Wir fühlen uns verbunden mit und aufgehoben in der göttlichen Schöpfung als lebendiges Ganzes. Innen und Außen, Aufstieg und Abstieg verwirklichen sich im ganzheitlichen Erleben der absoluten Gegenwart.

Selbstentfaltung und Selbsttranszendenz

Der Autor beabsichtigt ein weiteres Buch zu schreiben, das voraussichtlich 2015 erscheinen wird. Darin geht es um die Verbindung von Selbstentfaltung und Selbsttranszendenz.

Selbstentfaltung vollzieht sich im Weitergehen auf dem inneren Weg

Auf dem inneren Weg und in der Auseinandersetzung mit der Welt entwickelt der Mensch ein mehr oder weniger starkes Ich. Es befähigt ihn, sein Leben zu ergreifen und zu gestalten.

Die Schwierigkeiten auf dem Weg der Selbstentfaltung

Leidvolle Erfahrungen können die Selbstentfaltung jedoch erheblich behindern. So gibt es im Leben immer wieder Phasen, in denen wir unsere Lebensführung in wohlverstandener Selbstsorge überdenken und korrigieren.
Dabei entdecken wir das im Wesen angelegte Inbild des eigenen Selbst.
Es drängt mit einer inhärenten Dynamik nach Entfaltung zu der jedem Menschen wesensgemäßen Seelengestalt.

Die Gottesbeziehung ist auch eine Beziehung zu sich selbst

Einige Menschen haben nun aufgrund religiöser Erziehung oder existenzieller Leiderfahrungen den Wunsch nach
einer höheren, göttlichen Wahrheit, die ihrem bedingten Dasein einen transzendenten Sinn verleiht.
Auf dem mystischen Weg tritt der Mensch mit Gott in ein unmittelbares Verhältnis. Dies ist möglich, weil jeder Mensch selbst Teil der Schöpfung ist und mit dieser Teilhabe das ursprüngliche Schöpfungswissen in sich trägt. Ein Selbstverständnis des Menschen aus der Vertikalen zwischen Himmel und Erde wird durch den Glauben bestimmt, dass der Mensch ein Geschöpf Gottes und damit ein Geistwesen ist. Durch die „Gottesgeburt in der Seele des Menschen“ (Meister Eckart) erfahren wir die Einung von Selbst-Bewusstsein und All-Bewusstsein. Verstehen wir den mystischen Weg als bewusste Rückkopplung des Einzelnen an seinen göttlichen Ursprung, dann bewahrt dies den Menschen vor jenem Leid, das seine Ursache hat a) in mangelnder Selbstentfaltung und b) in fehlender Bindung der menschlichen Gemeinschaft an die Schöpfung als Ganzes.

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